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18
Jan

Case

Aufgabe

Jeder dritte Verkehrsunfall wird durch Ablenkung verursacht. Die Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (BG ETEM) möchte dafür sensibilisieren, dass bereits ein kurzer Blick auf das Smartphone die Aufmerksamkeit vom Wesentlich ablenkt.

Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund 3,8 Millionen Beschäftigte in ca. 200.000 Mitgliedsbetrieben. Für ihre Mitgliedsunternehmen übernimmt die BG ETEM die Haftung für gesundheitliche Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gegenüber den Beschäftigten. Sie ist zuständig u.a. für jährlich rund 11.000 meldepflichtige Unfälle allein bei jungen Berufstätigen.

Die Idee

Die Aufgabe der BG ETEM lautet von Gesetzes wegen: Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sollen Unfälle vermieden und ihre Folgen gemildert werden. Im ersten Schritt müssen wir daher Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Im Video geschieht mitten in der Stadt ein schwerer Verkehrsunfall. Vor den Augen schockierter Passanten. Im Mittelpunkt stehen ein Autofahrer, der es ganz offensichtlich eilig hat, und ein Fußgänger, der mit Kopfhörern telefoniert und wenig von seiner Umwelt wahrnimmt.

Einen Unfall ungeschönt und unkommentiert in einem Video zu zeigen, geht jedem an die Nieren. Diesen Effekt wollten wir noch verstärken, um eine Diskussion anzustoßen – vor allem in der Zielgruppe, die besonders häufig in Unfälle auf dem Weg zur Arbeit verwickelt ist: junge, berufstätige Smartphonenutzer.

Die Lösung

Im Video beziehen wir die Situation vor Ort in die Inszenierung mit ein. Die belebte Frankfurter Innenstadt schien uns dafür die beste Bühne zu sein. Dieser Faktor und die Idee, nicht den Zeigefinger auf den Schuldigen zu zeigen, zahlte sich in den sozialen Netzwerken aus.

Der Videoclip „Aufmerksamkeit darf man nicht teilen“ wurde auf Youtube, Facebook und der Microsite „ein-unfall-ändert-alles.de“ veröffentlicht. Was folgte, waren kontroverse Diskussionen auf Facebook, wer nun eigentlich den Unfall verursacht hat: Der Autofahrer, der Fußgänger oder der Rollerfahrer.

Über 1 Millionen Menschen hatten das Video auf Facebook aufgerufen, der Großteil auf mobilen Endgeräten. Zusammen mit Youtube konnten wir über 4,5 Millionen Menschen erreichen. Die Abrufe der Microsite haben sich verfünffacht.

Die 8-wöchige Kampagne wurde begleitet durch Facebook-Posts und Pressearbeit, Pre-Roll Videos auf Youtube und Displaywerbung.